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Reiten ohne Druck und das Prinzip der Softness

Foto Barbara Brutschin 10

Die deutsche Zeitschrift MEIN PFERD hat einen spannenden Artikel über das "Reiten ohne Druck" und das "Prinzip der Softness" von Mark Rashid veröffentlicht, bei dem ich als Expertin mitgewirkt habe: Titelstory.pdf 

 

Buch Mark

Das zweitneueste Buch von Mark Rashid "A journey to softness" ist ausserdem seit einigen Monaten auch auf Deutsch erhältlich, z.B. bei Amazon

Stoffwechselprobleme, Orthopädische Probleme.... oder wie finde ich den Weg im "Gesundheits-Dschungel"?

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Die ersten schönen Frühlingstage lassen unsere Herzen höher schlagen, vor allem auch, wenn wir unsere pelzigen Freunde beobachten können wie sie voller Freude die ersten schönen Minuten und Stunden auf der Weide geniessen können! Oder vielleicht doch nicht? Wälzen wir eher sorgenvolle Gedanken über die Auswirkungen auf den vielleicht sonst schon etwas angeschlagenen Stoffwechsel unseres Pferdes? Oder sorgen wir uns ob die Sehnenverletzung schon genug ausgeheilt ist damit sie auch mal wilde Zeiten auf der Wiese aushält?

Und schon sind wir beim allgegenwärtigen Thema der Gesundheit. Jeder Pferdebesitzer kennt dieses nur zu gut. Es gibt kaum noch "gesunde" Pferde, die den Besitzer sorgenfrei die Zeit mit seinem Vierbeiner geniessen lassen, sei es auf langen Ausritten oder bei der Gymnastizierung auf dem Reitplatz.

Und so geht es los mit tausend Informationen auf dem Internet, Analysen und Diagnosen unserer geschätzten Tierarztkollegen, Alternativmediziner, Therapeuten und manch einer rauft sich die Haare und grübelt was er denn nun wie tun soll und was das Portemonnaie denn überhaupt zulässt.

Wie soll man sich denn in diesem Dschungel zurechtfinden? Ich finde folgende Faktoren wichtig und hilfreich:

  • immer das Individuum und die individuellen Umstände mit einer Offenheit betrachten und analysieren und sich nicht in Philosophien verlieren nach dem Motto "es muss so und so sein" oder "nur diese und jene Therpie, Medizin etc. wirkt"
  • sich ein Team von Hufschmieden/Hufpflegern, Pferdezahnärzten, Tierärzten, Alternativmedizinern,Therapeuten, Trainern suchen die interdisziplinär zum Wohle des Pferdes zusammenarbeiten
  • sich nicht in logisch abstruse Gebilde verwickeln und sich in irgendwelchem "Halbwissen" auf dem Internet verlieren - damit dies nicht geschieht gibt es nur die Möglichkeit, sich möglichst fundiert selber Wissen anzueignen, damit man die Zusammenhänge und auch die wertvollen Analysen der Fachpersonen besser verstehen und ggf. auch mal hinterfragen kann

Eine solche fundierte Quelle gerade z.B. zum Thema Stoffwechsel wäre die Seite von Dr. Christoph Hinterseher: Hinterseher Wissen

 

 

Hufschmied - Beratung in Sachen Huf

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Ein guter Hufschmied trägt viel zur Gesundheit eines Pferdes bei. Für mich sind neben der Qualität des eigentlichen Handwerks auch die stetige Weiterbildung, das Mitverfolgen der neuesten Forschungsresultate sowie der ruhige, geduldige Umgang mit dem Pferd wichtige Kriterien bei der Auswahl eines Hufschmieds. Ich vertraue seit Jahren auf Peter Wäfler - www.waefler-hufbeschlag.ch. Er hat mich sowohl beim Normalbeschlag als auch in Situationen, in denen Spezialbeschläge notwendig waren immer sehr gut beraten.

Beratungsservice zum Thema Tierernährung

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Das Institut für Tierernährung an der Universität Zürich befasst sich in Forschung, Lehre und Dienstleistung mit der Fütterung landwirtschaftlicher Nutztiere und der Ernährung von Heim- und Zootieren.

Für die Öffentlichkeit besteht die Möglichkeit, sich an 2 Tagen pro Woche je eine Stunde in Fütterungsfragen beraten zu lassen. Mehr Infos und Tel.Nummer unter: Institut für Tierernährung

Wie finde ich den passenden Sattel für mein Pferd?

Sattel

Wir alle wissen wie wichtig es ist für unseren Partner Pferd einen passenden Sattel zu finden. Leider ist die Suche danach oft mit viel Schwierigkeiten, Frust und nicht zuletzt  "herausgeworfenem" Geld verbunden weil der Massattel nun doch nicht passt oder man die 4. Occasion hat, die man nach einem halben Jahr auch wieder verkaufen muss.
Wie aber soll man vorgehen um nicht im Dschungel der tausend Möglichkeiten die Orientierung zu verlieren? Zu dieser Thematik möchte ich gerne ein paar Denkanstösse geben.

Keine Frage, sicherlich hat man sich bereits genau überlegt für welche Art von Reitweise soll mir der Sattel dienen, welche Ziele soll der Sattel unterstützen: Sprich möchte ich primär Dressur reiten und wenn ja welche Art von Dressur möchte ich reiten, soll mir der Sattel einen guten Halt geben für anspruchsvolle Geländeritte, möchte ich damit auch springen können? Oder meine gymnastische Arbeit im Gelände unterstützten? Oder mir guten Halt und Sicherheit geben weil ich manchmal mit der Angst zu kämpfen habe? Und wie sieht das vielleicht in ein paar Jahren aus?

Darauf aufbauend ist für mich einer der wichtigsten Überlegungen welche Sitzphilosophie und welche Ausbildungsmethode mit welchen Auswirkungen auf die Biomechanik des Pferdes man vertritt. Hier sehe ich einen der Hauptgründe, dass leider viele ReiterInnen oft gar nicht oder erst nach einer Odyssee zum für sie und ihr Pferd passenden Sattel kommen.

Sprich in Sachen Sitzphilosophie: Wie möchte ich z.B. das Becken positioniert haben, welche Beweglichkeit im Becken soll der Sattel zulassen, wie positioniert sich mein Oberkörper (aufgerichtet, eher runder Rücken?), meine Oberschenkel, Waden? Wie ist meine Anatomie, brauche ich etwas Spezielles weil ich z.B, eine Skoliose oder von Natur aus ein Hohlkreuz habe? Je nach eigenem Wissenstand lohnt es sich sicher diese Frage auch mit seinem ReitlehrerIn oder einem Sitzschulungs-Spezialisten dem man vertraut zu diskutieren.

In Sachen Auswirkungen der Ausbildung des Pferdes auf die Biomechanik ist es wichtig sich zu überlegen was mit dem Bereich der Sattellage passiert. Wird mein Pferd mit dem Trapezmuskel arbeiten? Wird es mehr in einer natürlichen Selbsthaltung gehen? Arbeite ich am heben des Brustkorbs? Wie ist es mit der Bewegung und Entwicklung der Rückenmuskulatur? Auch hier hilft sicherlich gerne ein kompetenter ReitlehrerIn weiter.

Habe ich mich für einen Sattelstil entschieden und einen Anbieter ausgewählt finde ich es sehr wichtig, die Sitzphilosophie und die Philosophie zum Thema Biomechanik des Pferdes mit dem jeweiligen Hersteller / Sattler zu diskutieren. Ich sehe oft, dass genau an dem Punkt die Ursache der Probleme begründet liegen. Man möchte z.B. einen Englischsattel, hört vom Stallnachbarn dieser oder jener Sattler sei super und lässt sich von diesem einen Massattel machen ohne die Fragen zu Sitz und Biomechanik mit dem ausgewählten Spezialisten zu diskutieren. Man erhält einen hoffentlich perfekten Sattel, der einem dann aber nicht passt, weil z.B. die Philosophie wie das Becken positioniert sein soll nicht übereinstimmt und man immer muskulär arbeiten muss um korrekt in diesem Sattel sitzen zu können. Oder es hindert das Pferd am heben des Brustkorbs weil der Sattel eher auf eine andere Philosophie abzielt. Diskutiert man diese Fragen vorher kann man Missverständnisse und Umtriebe vermeiden.

Und wie finde ich heraus ob mein aktueller Sattel passt resp. ob ich der Fachkompetenz des ausgewählten Herstellers oder Sattlers vertrauen kann? Dies ist sicherlich eine der schwierigsten Fragestellungen und ich denke die Lösung liegt in der Herangehensweise von verschiedenen Seiten. Eine Satteldruckmessung kann Facts liefern, ein guter Therapeut (Osteopath, Physiotherapeut etc.) kann einem helfen und nicht zuletzt sind es die kleinen (mit Betonung auf kleinen!) Anzeichen des Alltags, die man oft unachtsam übergeht, die einem die Antwort geben würden: Reagiert das Pferd beim Putzen in der Sattellage, beim Satteln, beim Gurten? Dabei ist es wichtig nicht erst wahrzunehmen wenn das Pferd in den Anbindebalken beisst, mit dem Schweif schlägt, oder in die Luft schnappt. In den Tagen und Wochen davor waren viele kleine Anzeichen, ein Augenausdruck, ein kurzes Zucken, die Luft ein wenig anhalten, ein negatives Gefühl das einem "entgegenkommt". Diese kleinen Anzeichen übergeht man gern, sie wären aber die wichtigste und klarste Hilfestellung und in meinen Augen fast wichtiger als eine Satteldruckmessung!

Es ist eine der komplexesten Aufgaben, für sich und sein Pferd einen passenden Sattel zu finden und je nach je eine beträchtliche finanzielle Investition. Dies führt oft dazu, dass ReiterInnen zwar wissen, dass der Sattel nicht ganz passt, es aber auf sich beruhen lassen. Ich möchte jeden ermutigen, und helfe auch gerne dabei, seinem Pferd keinen einzigen Tag einen nicht passenden Sattel zuzumuten. Man sollte sich immer vor Augen halten, wieviele Schritte wir mit unpassenden Schuhen bereit sind zu gehen und wie mühsam und unangenehm es ist und wie es uns missmutig macht wenn wir es trotzdem tun müssen. Und das ohne dass noch jemand auf unserem Rücken sitzt und möchte, dass wir motiviert tolle Lektionen mit Eleganz vollführen oder wir fröhlich und zufrieden stundenlang durchs Gelände gehen!

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